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Kirche in der Ukraine |
Lubomyr Husar
Husar weilte im Studitenkloster in Hrottaferetti. 1992 kehrte er in die Ukraine zurück. Am 17.Oktober 1996 wurde er zum Bischof-Assistant für Kardinal Lubachivsky ernannt. Nach Lubachivsky“s Tode wurde er durch den Synod der Erzbischöfe zum nächsten Obererzbischof gewählt. Die Intronisation fand am 28.Januar 2001 statt und am selben Tag wurde benachrichtigt, Papst Johannes Paul II. wählte ihn zum Kardinal. Der Artikel über Kardinal Husar erschien in amerikanischer Zeitung „New York Times“ am 23. Februar 2001, einen Tag später, als er den Kardinalring bekommen hat. In diesem Artikel war die Rede von der Rolle der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche in den Beziehungen zwischen Rom und dem orthodoxen Christentum. Zu diesem Thema kehrte er wieder und wieder. Hier ist seine jüngste Rede zu diesem Thema, die er an Lviver Theologischen Akademie verkündete: Nicht die Brücke, sondern ein Vermittler Sehr oft wird gesagt,dass wir Katholiken eine Brücke zwischen Osten und Westen, zwischen byzantisch-slawischen und lateinischen Kulturen, zwischen Orthodoxen und Katholischen Kirchen seien. Eine Brücke verbindet zwei Ufer, aber hat kein eigenes Wesen, keine eigene Existenz. Sie ist nur eine Brücke, sie ist kein Boden, sie ist nichts. So scheint mir, dass die Bezeichnung der UGKK wie eine Brücke unvollkommen ist. Unsere Kirche sehe ich wie einen Vermittler. Der Vermittler hat seine eigene Identität. Der Vermittler ist jemand oder etwas, er ist in beiden Seiten vorhanden. Das ist ein sehr wichtiges Moment. Er kann nicht nur verbinden, sondern auf eigene Art und Weise das Leben schenken. Wir stehen an der Grenze von zwei grossen christlichen Kulturen: byzantisch-slawischen und lateinischen. Wegen der Umstände und wegen der historischen Entwicklung haben wir mit beiden zu tun: wir haben deutliche Spuren der byzantisch-slawischen Kultur –sie ist bei uns ursprünglich, haben aber auch klare Züge der westlichen, lateinischen Kultur.Wir müssen bestätigen, diese zwei grosse Kulturen,mit denen wir verbunden sind, kennen einander nicht: der Westen kennt den Osten nicht, der Osten kennt den Westen nicht.
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