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PAPSTBESUCH IN DER UKRAINE    
Juni, 23-27, 2001    
Der Papst

Pontifik-Slave besucht Ostslaven
Apostolische Hauptstadt und die Ukraine: aus der Geschichte der Beziehungen
Biographie Johannes Paul II. bis zur Papstwahl
Pontifikat von Johannes Paul II
Johannes Paul II über Östliches Christentum
Vatikan und der Heilige Stuhl


VERBINDUNGEN ZWISCHEN DER UKRAINE UND PAPSTINSTITUTION

Das Christentum hat sich  in die Ukraine  im ersten Jahrhundert  durch gut ausgetretene griechische und römische Handelswege gebahnt. Das beweisen die Ergebnisse  der archäologischen Untersuchungen der frühchristlichen Siedlungen auf nördlicher Küste des Schwarzen Meers. Wie in anderen Regionen des Römischen Reichs, wurden die Christen verfolgt, was der Entwicklung der Wechselbeziehungen und Struktur der Kirche hinderte. Der Evangelisierungsprozess aber dauerte und  als Kaiser Trajan  den Papst Hl.Klymentij I. in die Krim verbannte, wo er mit der Zeit als Märtyrer ums Leben gekommen war, wurde sein Leichnam  durch Christen von Chersoneser Taurien  aufgefunden. Nachher wurden die Leichnamteile in  die Dezimale Kirche in Kyiv verlegt.

Im IX.Jh. begannen  hl. Kyrylo und Mefodij ihren Dienst unter Slawen, nachdem sie während ihrer Mission zu Khazaren zum ersten Mal Länder besucht hatten, die zur Zeit der Ostukraine gehören. Der Römische Stuhl  unterstützte diesen Dienst, insbesondere Papst Adrian II. Ihr Dienst verlief im wesentlichen unter slawischem Volk, welches das Territorium der heutigen Morawija ( Teil der Tschechei) bewohnte. Die Wichtigkeit dieses Dienstes liegt in ihrer Rolle der ersten Lehrer für die Slawen, für die sie Literatur und in erster Linie das Alphabet entwickelt haben,  heute als kyrillische Schrift bekannt. Im XIX.Jahrhundert wurden sie zum Symbol des Aufwachens des ukrainischen Nationalismus. Reliquien des hl. Kyrylo sind in der Kirche des Heiligen Klymentius aufbewahrt.

Verbindungen zwischen der Ukraine und Papstinstitution begannen sich intensiv zu entwickeln nach der Taufe der Ukraine im Jahr 988. Der östliche Ritus war aus Konstantinopel eingeführt worden, und die Ukrainer wurden ins Patriarchat eingeführt, der in voller Verbundenheit mit Rom blieb. Fürst Wolodymyr und Papst Johann XV., und später Papst Silvester II. haben die Emissären getauscht.

In der Epoche des Mittelalters setzten unmittelbare Kontakte zwischen der Ukraine und dem Römischen Apostolischen Stuhl trotz der Spaltung zwischen Konstantinopel und Rom 1054 durch.

1245 schickte Papst Innokentij IV. eine Mission zu den Mongolen, und die Verhandlungen mit Fürsten Danylo Halytsky und Wasylko Romanowytsch sind mit Danylo“s Krönung durch die Apostoliche Delegation 1253 abgeschlossen.

1453  nach Konstantinopel“s Unterjochung durch Türken, verliert allmählich der konstantinopolitanische Patriarchat seinen Einfluss auf die Ostkirchen. Mit der Festsetzung des  Moskauer Patriarchats 1588 begannen die Ukrainer die Einheit nicht nur mit Rom, sondern auch mit Subjekten seiner patriarchalischen Jurisdiktion zu suchen. Die Union von Brest 1596 wurde zu neuer Ära in den Beziehungen mit Rom: sie wurden fest und gewichtig. Römische Diplomatie mit weltlicher Macht dieser Zeit spielte eine grosse Rolle für die Aufbewahrung des Katholizismus und kirchlicher Bräuche der Griechisch-Katholiken.

Infolge heftigen politischen Änderungen nach dem Ersten Weltkrieg konnten der Apostolische Visitator und später Papst Pius XI., Achille Ratti  die sowjetische Ukraine nicht besuchen. Während sowjetischen Massenverfolgungen, war  Römische Unterstützung der Ukrainischen Kirche im Exil lebenswichtig.

Nach dem Zerfall des sowjetischen Systems konnten wieder Papstvisitatore in die Ukraine zurückkehren und 1991 haben diplomatische Beziehungen mit Rom aufgenommen.




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